Vollständigkeitsgarantie im Baurecht: Zulässigkeit, Reichweite, Praxisfolgen
Vollständigkeitsgarantien zählen zu wichtigen Instrumenten der Risikozuweisung im Bauvertrag. Der Auftragnehmer soll alle zur Zielerreichung notwendigen Leistungen erbringen – auch wenn sie im Leistungsverzeichnis nicht ausdrücklich genannt sind. Doch wann ist diese Risikoübertragung wirksam, und wo ziehen Sittenwidrigkeit, Warnpflicht und Sphärentheorie klare Grenzen?
Diese Fragen beleuchtet Hon.-Prof. Dr. Irene Welser im Rahmen ihres Vortrags „Zur Zulässigkeit von Vollständigkeitsgarantie“ beim Österreichischen Baurechtsforum.
Im Fokus stehen:
- Abgrenzung: Prüf-/Wissenserklärung versus echte Risikoübernahme
- Vertragsmodelle und Leistungsbeschreibungen: funktional, konstruktiv, Mischformen; Pauschal- und Einheitspreis
- Grenzen der Zulässigkeit
- Praxisleitfäden für wirksame Klauseln
- kurzer Blick auf die deutsche Rechtsprechung
wann: Freitag, 29.05.2026 um 14:30 Uhr
wo: Universität für Weiterbildung Krems, Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems an der Donau
Anmeldung: hier